Hoffenheim verlangt für das Heimspiel gegen den Hamburger SV am Samstag Ticketpreise von bis zu 90 Euro. Das ist fast das Doppelte dessen, was für andere Bundesliga-Gegner wie Leverkusen oder Augsburg aufgerufen wird.
Die TSG 1899 Hoffenheim verteidigt die Preispolitik angesichts der hohen Nachfrage von HSV-Fans. Der Klub stuft die Partie als Premium-Spiel ein, ähnlich wie Begegnungen mit Bayern München oder Borussia Dortmund. Trotz der hohen Kosten planen mehr als 10.000 HSV-Anhänger die Anreise nach Sinsheim. Am Mittwochnachmittag waren auf der offiziellen Website noch über 2.000 Karten verfügbar, wobei die günstigsten 52 Euro kosten. Die meisten verbliebenen Tickets kosten 90 Euro oder liegen in Blöcken fern der Kernbereiche der Gästefans.
HSV-Dominanz und Kritik der Fans
Die Rückkehr des HSV in die Bundesliga im Sommer 2025 ist von ausverkauften Spielen geprägt. Seitdem hat der Traditionsklub alle 38 Bundesligapartien ausverkauft, eine Serie von 49 Pflichtspielen in Folge. Eine HSV-Fan-Seite kritisierte die Preise in einem Facebook-Post scharf als "absolute Abzocke" und verwies darauf, dass eine dreiköpfige Familie fast 270 Euro zahlen müsste. Vor einem Jahr galt ein Spiel in Sinsheim für HSV-Fans noch fast wie ein Heimspiel.
Kontext: Schwieriger Saisonstart
Die Diskussion um die Ticketpreise kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für Hoffenheim. Der Klub steht nach einem schwierigen Saisonauftakt mit nur einem Sieg aus vier Spielen auf dem 14. Tabellenplatz, mit einem Torverhältnis von 5:8 und 4 Punkten. Die aktuelle Form lautet LLWLL, zuletzt gab es eine 1:3-Niederlage bei SC Paderborn. Das Duell mit dem aktuell 16. platzierten HSV, der mit einem Torverhältnis von 3:7 ebenfalls nur 4 Punkte hat, am Samstag um 15:30 Uhr in der SNP-Arena ist damit von großer Bedeutung für beide Teams.
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