Hoffenheim verliert mit 0:1 gegen St. Pauli - die Serie von acht Heimsiegen ist gebrochen. Die TSG Hoffenheim empfing den FC St. Pauli mit einer beeindruckenden Serie von acht Heimsiegen in Folge. Nach drei Niederlagen zu Beginn der Saison hatten sich die Kraichgauer zu einer echten Heimmacht entwickelt. Die Hamburger hingegen konnten in elf Auswärtspartien nur zwei Punkte sammeln und waren noch ohne Sieg in der Fremde. Hoffenheims Trainer Christian Ilzer vertraute zum dritten Mal in Folge auf dieselbe Startelf, während Alexander Blessin bei St. Pauli auf Mathias Pereira Lage im Angriff und James Sands im Mittelfeld setzte. Die Hoffenheimer starteten druckvoll und erarbeiteten sich früh gute Chancen. Bereits in der 4. Minute prüfte Fisnik Asllani den St. Pauli-Keeper Nikola Vasilj mit einem scharfen Schuss. Kurz darauf hatte Andrej Kramarić die große Chance zur Führung, als er frei vor Vasilj auftauchte, doch der Schlussmann der Gäste parierte sowohl seinen Lupfer als auch den Nachschuss von Grischa Prömel glänzend. Trotz deutlicher Feldüberlegenheit der Gastgeber - Hoffenheim hatte 61 Prozent Ballbesitz - blieb St. Pauli gefährlich. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte fiel dann überraschend das 1:0 für die Hansestädter: Manolis Saliakas flankte präzise von rechts, und Pereira Lage köpfte am zweiten Pfosten unbedrängt ein. Nach der Pause erhöhte Hoffenheim den Druck weiter. Trainer Ilzer brachte in der 62. Minute Alexander Prass für Wouter Burger und später auch Tim Lemperle für Kramarić, um die Offensive zu beleben. Die größte Chance zum Ausgleich hatte Ozan Kabak, dessen Kopfball in der 81. Minute nur die Latte traf. St. Pauli verteidigte mit großem Einsatz und setzte auf Konter. Die Hamburger warfen sich in jeden Schuss und konnten sich auf ihren überragenden Torhüter Vasilj verlassen, der auch in der 90.+2 Minute einen Kopfball von Asllani entschärfte. Am Ende brachten die Kiezkicker den knappen Vorsprung über die Zeit und feierten ihren ersten Auswärtssieg der Saison. Der Schlussmann des FC St. Pauli war der überragende Mann auf dem Platz. Nikola Vasilj vereitelte zahlreiche Großchancen der Hoffenheimer und hielt insgesamt neun Schüsse auf sein Tor. Besonders in der Anfangsphase glänzte er mit einer Doppelparade gegen Kramarić und Prömel. Laut Statistik verhinderte Vasilj sogar zwei Gegentore mehr als zu erwarten gewesen wäre - seine fünf Paraden übertrafen den erwarteten Wert von drei. Der Bosnier war der Schlüssel zum Auswärtssieg der Hamburger und wurde verdient zum Man of the Match gewählt. Die TSG Hoffenheim muss sich nun auf den nächsten Spieltag vorbereiten und hofft auf eine bessere Leistung. Die Frage ist, ob die Kraichgauer ihre Heimmacht wiederfinden können. Die Antwort wird sich erst in den nächsten Spielen zeigen.