Die Mitglieder der TSG Hoffenheim haben entschieden, dass André Kreuzwieser der neue Präsident wird. Er setzte sich im ersten Wahlgang mit 759 Stimmen gegen seine beiden Mitbewerber durch. Kreuzwieser ist ein ehemaliger Spieler der TSG und wird nun die Vereinsführung übernehmen. "Ich bin überwältigt von dem Zuspruch. Ich bin mir der Verantwortung bewusst", sagte Kreuzwieser. Der neue Präsident will die Ruhe in den Verein bringen und die Unruhe um die Vereinsführung beenden. "Es muss wieder Ruhe einkehren", sagte er. Vor der Wahl gab es außerdem eine sportliche Entscheidung zu verkünden: Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker gab den ersten Neuzugang für kommende Saison bekannt. Vom FC St. Gallen kommt der Schweizer Torjäger Alessandro Vogt. Der 21-Jährige schoss bereits 14 Tore in dieser Saison in der Schweizer Liga. "Alessandro ist ein wuchtiger, athletischer Mittelstürmer mit ausgeprägtem Torinstinkt und einer hohen Abschlussgefahr. Wir sind überzeugt, dass er den nächsten Schritt bei uns gehen kann und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit", sagte Schicker. Damit geht die TSG weiter den Weg, talentierte Spieler frühzeitig an den Club zu binden. Sportlich läuft es für die Kraichgauer so gut wie noch nie. Nach dem Fast-Abstieg in der Vorsaison liegt die Mannschaft derzeit überraschend auf Kurs Richtung Champions League. Ein Grund mehr, die Unruhe rund um die Vereinsführung endlich zu begraben, wie Andreas Schicker in seiner Ansprache betonte: "Es war nicht zu erwarten, dass wir nach dem schwierigen letzten Jahr jetzt die beste Saison der Hoffenheimer Bundesliga-Geschichte spielen." Das "Kasperletheater im Umfeld des Vereins" müsse daher aufhören, denn man könne "sportlich Geschichte schreiben und ganz Großes erreichen", so Schicker.