Hoffenheim holte sich am Mittwochabend einen Punkt mit einem 1:1-Unentschieden bei Holstein Kiel, nachdem ein außergewöhnliches Elfmeterschießen in der Nachspielzeit fünf Treffer zur Folge hatte. Die Partie war durch frühe Tore geprägt, bevor sie in den Schlussminuten völlig aus dem Ruder lief.
Adam Hložek brachte die TSG bereits in der 11. Minute in Führung. Doch der Zweitligist Kiel, der als Underdog in die Partie gegangen war, konterte nur zwölf Minuten später durch Adrian Kapralik zum Ausgleich. Trainer Pellegrino Matarazzo hatte seine Mannschaft nach dem klaren 3:0-Erfolg gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Wochenende nur leicht umgestellt und musste sich mit der hartnäckigen Defensive der Gastgeber auseinandersetzen.
Die eigentliche Dramatik entfaltete sich jedoch erst in der Nachspielzeit. In einer beispiellosen Serie wurden zwischen der 122. und der 127. Spielminute sieben Strafstöße verwandelt. Für Hoffenheim trafen Andrej Kramarić, Fisnik Asllani und Alexander Prass, während für Kiel Ivan Nekić, Guillermo Balzi, Gyan de Regt und Phil Harres erfolgreich blieben. „Das war Fußball pur und eine enorme Nervenprobe“, sagte Matarazzo nach dem Schlusspfiff. Der Trainer zeigte sich dennoch zufrieden mit der Reaktion seiner Mannschaft nach der frühen Kieler Antwort.
Mit dem einen Zähler verbessert sich Hoffenheim in der aktuellen Tabelle nicht, bleibt aber auf dem zehnten Rang. Die Bilanz nach sieben Spieltagen steht bei drei Siegen und vier Niederlagen bei einem Torverhältnis von 14:14. Zum Spitzenreiter Bayern München beträgt der Rückstand acht Punkte. Die jüngste Formkurve mit drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage in den letzten fünf Pflichtspielen gibt jedoch Grund zum Optimismus.
Nun steht für Matarazzos Team das Auswärtsspiel am Samstag bei Werder Bremen an. Die Bremer belegen derzeit den sechsten Platz und versprechen eine weitere harte Prüfung. Das nächste Heimspiel in der PreZero Arena ist für den 7. November gegen den SC Freiburg angesetzt.
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